Über mich

Der Duft einer Bergwiese kurz vor einem Sommergewitter. Das feine Flirren der Morgenstille am See. Der Glückstaumel beim Anblick eines Sonnenuntergangs. Es sind Erinnerungen an solche Momente, die Ursula Haslers Werke beim Betrachter wachrufen. Was sie mit Öl auf Leinwand festhält, entspricht denn auch nicht direkt einer visuellen, sondern eher einer emotionalen Realität – und für den Betrachter ebenso wie für die Künstlerin einer ganz persönlichen.

Wie ein Zug auf scheinbar vorgelegten Schienen führte Ursula Haslers berufliche Laufbahn zu ihrem künstlerischen Schaffen. Als Kinderkrankenschwester merkte sie, dass ihr das Kreative bei der Arbeit fehlte. Sie entschloss sich zu einer Ausbildung als Rhythmikerin, die genau das bot, was sie gesucht hatte: Tanz, Choreografie, Musik, Improvisation und Gestaltung. Doch als sie den Beruf ausübte, wurde ihr klar, dass sie zwar mit der Kreativität der Kinder arbeitete, jedoch nicht mit ihrer eigenen. Als Ausgleich dazu begann sie selbst zu malen. „Ich dachte nicht, dass mir die Ergebnisse gefallen würden“, sagt sie heute, „doch sie tun es.“ Als erste Angebote an sie herangetragen wurden, ihre Werke auszustellen, nahm sie deshalb an.

Inzwischen hat sie eine weitere Ausdrucksmöglichkeit gefunden: das Drechseln von Holz. Das Material habe ihr schon immer gefallen, es sei für sie an sich schon Kunst. Die Verarbeitungsart hat sie als Kind bei ihrem Grossvater bewundert. In ihrem Atelier in Männedorf drechselt sie heute auf einer eigenen Maschine. Die Inspiration für ihre Werke aus Holz wie auch für jene aus Farbe bezieht sie aus dem Unterwegssein in der Natur.